Der Einfluss der MIM-Technologie auf die Herstellung medizinischer Geräte
Seit ihrer Kommerzialisierung Mitte der 1970er-Jahre hat sich die Metallpulverspritzgusstechnologie (MIM) zu einer wichtigen Option für die Herstellung medizinischer Geräte entwickelt. Sie ermöglicht die schnellere und kostengünstigere Herstellung komplexer Teile, bietet Ingenieuren größere Designfreiheit und erlaubt die Produktion hochdichter Komponenten. Gängige medizinische Komponenten wie laparoskopische Teile, Hörgerätegehäuse und kieferorthopädische Brackets können mithilfe der MIM-Technologie hergestellt werden und treiben dadurch Innovation und Effizienz in der Medizingeräteindustrie voran.
Die Metallpulverspritzgusstechnologie (MIM) kombiniert Pulvermetallurgie und thermoplastischen Spritzguss. Beim MIM-Spritzguss erfolgt das Formen bei relativ niedrigen Temperaturen und Drücken mit herkömmlichen Spritzgussmaschinen. Dabei werden ähnliche Formen mit Schiebern und mehreren Kavitäten verwendet. Anschließend wird das Teil fertiggestellt, indem das Bindemittel aus dem MIM-Feedstock entfernt und das Teil gesintert wird (also durch Erhitzen, ohne es zu schmelzen, in ein Metallteil umgewandelt wird). Dieser Sinterprozess wird in der Regel in einer reduzierenden Atmosphäre durchgeführt und erfordert hohe Temperaturen nahe dem Schmelzpunkt des Metalls (über 2.000 °F).
Der MIM-Prozess: Pulvermetallurgie und Spritzguss
Wenn der Ofen eine bestimmte Temperatur der „Soliduslinie“ erreicht, werden die Poren im Teil entfernt und das Teil schrumpft. Die Schrumpfung liegt je nach verwendeter Legierung typischerweise zwischen 15 % und 25 %. Daher muss das Werkzeug größer ausgelegt und entsprechend kompensiert werden, damit das Teil nach dem Sintern auf die korrekte Größe schrumpft. Aufgrund der gleichmäßigen Vermischung von Pulver und Bindemittel ist die Schrumpfung vorhersehbar und in allen Achsen gleichmäßig, sodass das fertige Teil die komplexe Form des ursprünglich geformten Teils beibehält. Die Entstehung von Ausschuss wird vermieden oder deutlich reduziert, da eine weitere Bearbeitung des Teils nach dem Sintern häufig nicht erforderlich ist. Dadurch ist die MIM-Technologie bei der Herstellung komplexer Metallteile effizient und nachhaltig.
Sintern und Schrumpfung bei der MIM-Herstellung
Die Metallpulverspritzgusstechnologie (MIM) gewinnt im medizinischen Bereich zunehmend an Bedeutung, insbesondere in der laparoskopischen Chirurgie. Mit dem schnellen Wachstum der laparoskopischen Chirurgie nimmt der Wettbewerb zwischen Originalgeräteherstellern zu. Dies hat zu einer hohen Nachfrage nach Einweg-Laparoskopieklemmen auf dem Markt geführt. In den letzten Jahren hat die computergesteuerte robotische Chirurgie zunehmend an Bedeutung gewonnen, wofür Mikrogreifer, Scheren und Nähinstrumente erforderlich sind. Traditionell waren Klemmenkomponenten für minimalinvasive Eingriffe etwa 11 bis 12 Millimeter groß, heute wurde die Größe dieser Komponenten jedoch auf 5 bis 6 Millimeter reduziert. Insbesondere laparoskopische Komponenten wurden neu gestaltet, um ihre Größe zu verringern und der Nachfrage nach Präzisionsinstrumenten im medizinischen Bereich gerecht zu werden.
MIM-Technologie in der laparoskopischen Chirurgie und darüber hinaus
Innovationen in der MIM-Technologie haben auch die Kieferorthopädie und elektive Chirurgie beeinflusst und dadurch trotz wirtschaftlicher Belastungen zur Stabilisierung der medizinischen Standardversorgung beigetragen. Für Komponenten wie laparoskopische Klemmen ermöglicht die MIM-Technologie eine gleichbleibende und effiziente Fertigung, sodass medizinische Eingriffe mit kleineren und präziseren Instrumenten durchgeführt werden können. Die Entwicklung dieser Technologie hat der Medizin effizientere und präzisere Instrumente gebracht und wird voraussichtlich auch weiterhin Innovationen in der minimalinvasiven Chirurgie und im Gesundheitswesen vorantreiben.













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