Im Vergleich zum Feinguss, einem der ältesten angewandten Metallformgebungsverfahren, ist das Metal Injection Moulding oder MIM eine relativ neue Technologie. Die MIM-Technologie wurde in den 1980er-Jahren bekannt - jedoch verwendeten auch in den 1990er-Jahren noch viele Unternehmen, die an der Herstellung von Metallteilen beteiligt waren, den Feinguss. Besonders in den 1980er-Jahren bestanden noch Zweifel an der metallischen Integrität der im MIM-Verfahren hergestellten Teile, das hauptsächlich bei der Herstellung von Kunststoffen eingesetzt wurde. Bis heute gilt der Feinguss als wichtigste Präzisionstechnologie und MIM als ergänzende Technologie, die hauptsächlich zur Herstellung kleiner Teile eingesetzt wird.

Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Feinguss und MIM

Beide Technologien werden zur Herstellung kleiner Teile eingesetzt, die sich durch eine komplexere Struktur oder Gestaltung auszeichnen und bei denen daher traditionelle industrielle Technologien wie das Schmieden nicht angewendet werden können. Es kann sogar Teile geben, für deren korrekte Herstellung beide Technologien, Feinguss und MIM, erforderlich sind.

Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen Feinguss und MIM sind die Materialien, für die sie eingesetzt werden können. Im Allgemeinen ermöglicht das Feingussverfahren eine größere Materialvielfalt, da das MIM-Verfahren nur mit Legierungen mit höherer Schmelztemperatur durchgeführt werden kann. Materialien wie beispielsweise Aluminium lassen sich mit MIM nicht effizient verarbeiten.