MIM stellt ein breites Spektrum an leistungsfähigen, komplex geformten Teilen her, die wenig oder keine spanende Bearbeitung erfordern. Aufgrund der hohen Enddichte weisen MIM-Produkte dieselben Eigenschaften wie Produkte aus anderen Fertigungsverfahren auf. Die Werkstoffe bieten eine besondere Flexibilität, da mit derselben Anlage Metalle (Stahl, Edelstahl, Wolframverbundwerkstoffe, Titan), Keramiken (z. B. Aluminiumoxid und Zirkonoxid, aber auch einige Siliziumnitride) sowie verschleißfeste Cermets (Wolframkarbid und andere Werkstoffe) hergestellt werden können.

Zu den weiteren Vorteilen gehören eine hohe Anlagenproduktivität, eine hohe Materialausnutzung, eine gute Oberflächenqualität und enge Toleranzen. Beispielsweise können Sie sowohl Innen- als auch Außengewinde in Formteilen herstellen und dadurch die spanende Bearbeitung vermeiden. Außerdem können Sägezähne, Teilenummern und Kennzeichnungen direkt in das Bauteil eingeformt werden. Ein Beispiel zeigt einen direkt in ein Bauteil eingeformten Sägezahn zum Greifen. Eine Kontrolle der Poren ist möglich, und sogar geschichtete Poren oder Phasen können eine kundenspezifische Funktionalität bieten.

Leistungsvergleich

In den meisten Fällen sind Festigkeit und Härte von MIM-Produkten denen ihrer geschmiedeten Gegenstücke ziemlich ähnlich, in einigen Fällen sogar höher. Zusammensetzung, Dichte, Elastizitätsmodul und ähnliche Eigenschaften sind denen anderer Fertigungsverfahren sehr ähnlich. Beispielsweise werden die Zugeigenschaften der geschmiedeten und der mittels MIM hergestellten Inconel-718-Superlegierung wie folgt verglichen:

Typische Streckgrenze von Schmiedeteilen = 760 MPa (110 ksi)

Typische Streckgrenze von MIM = 1055 MPa (153 ksi)

Ebenso sind die Zugfestigkeit und die Bruchdehnung von MIMs im Vergleich zu geschmiedeten Werkstoffen attraktiv. Tatsächlich ist die Dehnung von MIM fast sechsmal so hoch wie der für den geschmiedeten Werkstoff spezifizierte Mindestwert. Bei der Bruchzähigkeit gibt es im Vergleich zu anderen Eigenschaften einige Ausnahmen, etwa bei magnetischen, optischen, korrosionsbeständigen, biokompatiblen, elastischen oder trägen Eigenschaften. Daher werden geeignete Prüfungen empfohlen, wenn Stoßbelastungen oder Risswachstum problematisch sind.