Viele Menschen halten Hartmetall für Wolframstahl, tatsächlich handelt es sich jedoch nicht um dasselbe. Obwohl Wolframstahl eine Art Hartmetall ist, sind die beiden Begriffe nicht gleichbedeutend. Der Wolframgehalt von Hartmetall liegt üblicherweise über 80 %, und seine Zusammensetzung und Leistungsmerkmale sind umfassender. Daher kann zwar jede Legierung mit einer Härte von über HRC65 als Hartmetall bezeichnet werden, Hartmetall ist jedoch nicht auf Wolframstahl beschränkt.

Hartmetall wird durch Pulvermetallurgie aus harten Verbindungen hochschmelzender Metalle und Bindemetallen hergestellt. Es handelt sich um einen Legierungswerkstoff mit extrem hoher Härte. Wolframcarbid (WC) ist der Hauptbestandteil von Hartmetall und macht 70 %~97 % der Gesamtzusammensetzung aus; das Bindemetall dient als Bindemittel in der Legierung und sein Anteil beträgt üblicherweise 3 %~30 %. Während des Sintervorgangs kann es das Wolframcarbidpulver umschließen und fest miteinander verbinden; nach dem Abkühlen entsteht Hartmetall.

Daher werden die häufig verwendeten Hartmetalle entsprechend ihrer Zusammensetzung und ihren Leistungsmerkmalen in drei Kategorien eingeteilt: Wolfram-Kobalt-, Wolfram-Titan-Kobalt- und Wolfram-Titan-Tantal-(Niob)-Hartmetalle. In der Produktion werden am häufigsten Wolfram-Kobalt- und Wolfram-Titan-Kobalt-Hartmetalle eingesetzt.

 

1) Wolfram-Kobalt-Hartmetalle

Die Hauptbestandteile sind Wolframcarbid (WC) und Kobalt. Die Markenbezeichnung wird durch den Code YG dargestellt (die chinesischen Pinyin-Anfangsbuchstaben der Wörter „hart“ und „Kobalt“), gefolgt vom prozentualen Kobaltgehalt. Beispielsweise bezeichnet YG6 ein Wolfram-Kobalt-Hartmetall mit einem Kobaltgehalt von 6 % und einem Wolframcarbidgehalt von 94 %.

2) Wolfram-Titan-Kobalt-Hartmetall

Die Hauptbestandteile sind Wolframcarbid (WC), Titancarbid (TiC) und Kobalt. Der Markenname wird durch den Code YT (die Anfangsbuchstaben der chinesischen Pinyin-Umschriften von „hart“ und „Titan“) gefolgt vom prozentualen Anteil des Titancarbids dargestellt. Beispielsweise bezeichnet YT15 ein Wolfram-Titan-Kobalt-Hartmetall mit einem Titancarbidanteil von 15 %.

3) Wolfram-Titan-Tantal-(Niob-)Hartmetall

Dieser Hartmetalltyp wird auch als allgemeines Hartmetall oder Universalhartmetall bezeichnet. Seine Hauptbestandteile sind Wolframcarbid (WC), Titancarbid (TiC), Tantancarbid (TaC) oder Niobcarbid (NbC) und Kobalt. Der Markenname wird durch den Code YW (die Anfangsbuchstaben der chinesischen Pinyin-Umschriften von „hart“ und „Wolfram“) gefolgt von einer Folgenummer dargestellt.

Häufig verwendete Hartmetallmarken und ihre chemische Zusammensetzung:

Marke

Chemische Zusammensetzung%

WC

TiC

TaC

Co

YG3X

96.5

-

<0.5

3

YG6

94

-

-

6

YG6X

93.5

-

<0.5

6

YG8

92

-

1

8

YG8N

91

-

-

8

YG11C

89

-

-

11

YG15

85

-

-

15

YG4C

96

-

-

4

YG6A

92

-

2

6

YG8C

92

-

-

8

YT5

85

5

-

10

YT14

78

14

-

8

YT30

66

30

-

4

YW1

84~85

6

3~4

6

Yw2

82~83

6

3~4

8

 

Hinweis: „X“ nach dem Markennamen weist auf eine feinkörnige Legierung hin, „C“ auf eine grobkörnige Legierung, und kein Zusatz weist auf eine Legierung mit allgemeiner Korngröße hin.

02 Der Unterschied zwischen Wolframstahl und Hartmetall

Im Allgemeinen wird Wolframstahl hergestellt, indem einem Schmelzstahl im Rahmen eines Stahlherstellungsprozesses Wolframrohstoffe zugesetzt werden. Er wird auch als Schnellarbeitsstahl oder Werkzeugstahl bezeichnet und weist im Allgemeinen einen Wolframgehalt von 15 % bis 25 % auf. Neben der Herstellung von Schnellarbeitsstahl durch Schmelzen gibt es auch pulvermetallurgisch hergestellten Schnellarbeitsstahl, wodurch die durch die beim Schmelzen verursachte Karbidseigerung bedingte Verringerung der mechanischen Eigenschaften und Verformung bei der Wärmebehandlung vermieden wird.

Hartmetall wird durch Sintern von Wolframcarbid mit Kobalt oder anderen Bindemetallen mithilfe der Pulvermetallurgie hergestellt. Sein Wolframgehalt liegt im Allgemeinen über 80 %.

Kurz gesagt können alle Legierungen mit einer Härte von über HRC65 als Hartmetall bezeichnet werden, daher gehört Wolframstahl zum Hartmetall; streng genommen ist Hartmetall jedoch nicht unbedingt Wolframstahl.